Transferwirksamkeit bei Schachermayer (Teil 2) - Wie wir unsere Akademie transfertauglich machten


BILD_Mag. Stephanie Kneifel im Interview mit dem Institut für Transferwirksamkeit

Im großen dreiteiligen Interview erzählt Personalleiterin Mag. Stephanie Kneifel, wie Transfermanagement gelingt. Ein authentisch - offener Bericht aus der Praxis.

Im ersten Teil des großen dreiteiligen Interviews erzählte uns Personalleiterin Mag. Stephanie Kneifel vom Schachermayer-Transferplanungstool und worauf es bei der Einführung ankommt (-> Jetzt Teil 1 lesen). Erfahren Sie in diesem zweiten Teil des Interviews, mit welchen Transfertools die Schachermayer Akademie transferstark wurde, was es mit dem „Umgesetzt-Stempel“ auf sich hat und ob sich der Aufwand tatsächlich lohnt.

Mehr Transfer in eurer Akademie – das war euer nächstes Ziel.

Wie seid Ihr das angegangen?

Mag. Stephanie Kneifel: Wir haben ganz konkret mit einem Akademie-Programm im Sales Bereich begonnen - eines das für uns strategische Bedeutung hat. Dieses Akademie Programm hat schon einige Jahre bestanden und die Zeit war reif, mit dem Transferfokus drauf zu schauen. Wir haben uns mit den Auftraggebern - den Verkaufsleiter - und den Trainern in einen Workshop begeben. Gemeinsam mit Dr. Ina Weinbauer-Heidel als Expertin haben wir miteinander gearbeitet. Am Ende des Workshops hatten wir die Transfer- & Trainingsziele. Außerdem haben wir in diesen Workshops mit den Stellhebeln der Transferwirksamkeit gearbeitet und sie aktiviert. Das hat ein schönes, rundes Konzept ergeben, hinter dem wir alle gestanden sind.

Wie hat sich dieses Akademie-Programm durch die Workshops verändert?

Kannst du uns von einigen Transfertools erzählen, die Ihr implementiert habt?

Mag. Stephanie Kneifel: Wir haben jetzt Entsendungsgespräche, die von den Verkaufsleitern auch tatsächlich geführt werden. Die Gefahr war, dass wir das zu groß machen und zu viel reingeben. So dass es nur mehr Formulare sind, die ohne Herz ausgefüllt werden. Entscheidend war, es so hin zu bekommen, dass es für die Verkaufsleiter auch wirklich praktikabel ist. Heute haben wir nur drei Fragen drinnen, das dauert circa eine Espressolänge - und das reicht. Wir haben immer versucht, die Dinge möglichst unscheinbar und harmlos zu gestalten; immer Transfermaßnahmen zu bauen, die wir an Bestehendes anheften können. So wie beim Umsetzungsgespräch wo die Verkaufsleiter dann gesagt haben: „Ich gehe ja sowieso mit dem Mitarbeiter auf einen Kaffee oder telefoniere mit ihm - da kann ich die viertel Stunde auch aufbringen und die Fragen mit ihm besprechen.“ Wir merken aber auch, dass es von Zeit zu Zeit wieder Input braucht, wo wir darüber sprechen, wozu die Führungskräfte „Goldstücke“ für gelingenden Transfer sind. Dort wo die Führungskräfte ihre Aufmerksamkeit drauf legen, lenken sie auch die Aufmerksamkeit ihrer Mitarbeiter hin und das macht den entscheidenden Unterschied für das Seminar, in der Vorbereitung und im Transfer.